Anästhesiologische Besonderheiten bei Kindern mit Syndromen by Manfred Abel

By Manfred Abel

Bei Neugeborenen, Säuglingen und älteren Kindern können angeborene oder erworbene Organmißbildungen und -dysfunktionen zu spezifischen intra- oder postoperativen Problemen führen. Für die anästhesiologisch-intensivmedizinische Betreuung dieser Patienten hilfreiche Daten und Erfahrungen finden sich in der Fachliteratur der verschiedensten medizinischen Teildisziplinen. Das vorliegende Buch ist eine erste Zusammenfassung der anästhesiologisch relevanten Fakten von über a hundred Mißbildungssyndromen und außergewöhnlichen Krankheitszuständen im Kindesalter. Die verschiedenen Krankheitsbilder werden in Einzeldarstellungen präsentiert. Sie gliedern sich jeweils in die Abschnitte Erläuterung des Krankheitsbildes, Klinik und anästhesiologische Besonderheiten der Erkrankung. Im Anhang finden sich zusätzlich kinderanästhesiologisch bedeutsame Definitionen, Daten und Dosierungen. Das Buch ist eine ideale Ergänzung zur kinderanästhesiologischen Fachliteratur.

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Textual content sollte noch gek}rzt werden: Das Hyperkinetische Syndrom (bzw. die Aufmerksamkeits- und Hyperaktivit{tsst|rung i. S. des Diagnostischen Manuals DSM-III-R) wird zu den besonders schwerwiegenden und verbreiteten Verhaltensst|rungen im Kindesalter gez{hlt. Die psychologie im deutschen Sprachraum hat sich dieser Herausforderung bis heute nicht mit dem notwendigen Nachdruck gestellt.

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Aus diesen Fehlbildungen resultieren Druck- (bei Obstruktionen) und/oder Volumenbelastungen (bei Shunts) fUr die Herzmuskulatur. Die Folgen sind hypertraphische Myocardveranderungen mit sekundaren Herzfunktionsstorungen und pulmonalen GefaB- und Gewebsveranderungen [1J. Bei Kindern mit angeborenen Herzfehlern ist in einer Haufigkeit von 7,7% (nach einigen Untersuchem sogar bis 18,3%) mit bedeutsamen extrakardialen Fehlbildungen zu rechnen [3]. Klinik und anasthesiologische Besonderheiten Bei der anasthesiologischen Untersuchung von Kindem mit Herzfehlern ist zu achten auf: • Trinkschwachen, eine Dyspnoe oder Cyanose, die Zeichen einer Herzinsuffizienz und/oder Herzrhythmusstorungen • rontgenologische und cardiologische Vorbefunde • Hinweise auf eine Kompression der Atemwege • Infektionen (dentogener, otogener oder bronchopulmonaler Focus) • Anamien, Polycythamien, Storungen des Fliissigkeits-, Elektralyt- und Saure-BasenHaushaltes, sowie der Gerinnung • eine praexistente Medikation; insbeson- 39 C 40 dere: Kardiaka, Diuretika, gerinnungsrelevante Medikamente • die Festlegung einer perioperativen Endokarditis-Prophylaxe • eine sedierende, nicht kardiosupprimierende Pramedikation (Vermeidung eines erhohten Sympathikotonus, einer gesteigerten Druck- und/oder Volumenarbeit und eines erhohten 02-Bedarfs des Herzens): bevorzugt werden Opiate bzw.

Sind mannliche Klinik und anasthesiologische Besonderheiten Der Erkrankungsverlauf ist chronisch-progredient. B Kortikoide, Immunsuppressiva und fibrinolytische Medikamente werden zur symptomatischen Behandlung eingesetzt. Durch eine Mitbeteiligung des zentralen Nervensystems kann es zu Krampfen, spastischen Paresen, Ataxien und schweren BewuBtseinsstorungen kommen [3, 41. Bei anasthesiologischen Verfahren sind folgende Erfahrungen zu berucksichtigen [1, 51: • die Patienten sind haufig in einem schlechten Allgemeinzustand (Maldigestion, Malabsorption) • bei Verdacht auf ein Intubationshindernis so lite eine pharyngo-tracheale Inspektion unter erhaltener Spontanatmung durchgefUhrt werden • bei einer mutmaBlich schwierigen Intubation konnen OberfIachenanasthetika, eine tiefe Halothannarkose mit erhaltener Spontanatmung und endoskopische Verfahren zur Tubusplazierung eingesetzt werden • auf eine aseptische Arbeitsweise ist (besonders bei offenen Dermatitiden) zu achten • bei einer Vorbehandlung mit Kortikoiden ist auf eine adaquate perioperative Substitutionstherapie zu achten.

Bei ihrer Erstversorgung k6nnen durch Gesichts- und Kieferdysmorphien sowie Aspirationen erschwerte Beatmungsbedingungen vorliegen. Bei der Narkoseeinleitung eines Neugeborenen mit Osophagusatresie sollten morphinverwandte Anasthetika wegen der Gefahr einer medikamentos bedingten Thoraxstarre nicht verwendet werden. ihrung ist an die Vermeidung einer pathologischen Augeninnendruckerh6hung zu den ken. ihzeitige, hochkalorische parenterale Ernahrung. a. / 4. postoperativen Wochel. ihrte Osophagusbougierungen 501len einer Narbenschrumpfung im Bereich der Osophagusanastomose entgegenwirken.

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