Der Grundsatz der persönlichen ärztlichen Leistungspflicht: by Professor Dr. Wolfgang Gitter, Assessorin Gabriele Köhler

By Professor Dr. Wolfgang Gitter, Assessorin Gabriele Köhler (auth.), Rechtsanwalt Maximilian G. Broglie (eds.)

Das Buch befaßt sich mit dem Grundsatz der persönlichen ärztlichen Leistungspflicht, dessen Beachtung Voraussetzung für die Liquidationsfähigkeit ambulanter ärztlicher Leistungen ist. Anhand der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen und der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts wird die Ausgestaltung dieses Grundsatzes herausgearbeitet. Dabei wird besonderes Gewicht auf die Möglichkeit des Einsatzes nichtärztlicher Hilfspersonen im Rahmen der ambulanten ärztlichen Leistungserbringung gelegt, z. B. im Hinblick auf den einsatzfähigen Personenkreis, Umfang ihrer Tätigkeiten, Anforderungen an die Mitwirkung des Arztes bei der Ausführung dieser Tätigkeiten durch nichtärztliches Hilfspersonal. Die Auswirkungen der gefundenen Ergebnisse werden bei besonderen Formen der ärztlichen Leistungserbringung (z. B. Erbringung ambulanter Behandlungsmaßnahmen im Krankenhaus; Leistungserbringung in Gemeinschaftseinrichtungen von Ärzten) untersucht. Schließlich wird die Haftung des Arztes für nichtärztliche Hilfspersonen aus zivilrechtlicher Sicht (Behandlungsvertrag und unerlaubte Handlung) dargestellt. Mit diesem Buch werden dem Arzt und den Kostenträgern konkrete Anhaltspunkte für die Liquidationsfähigkeit ärztlicher Leistungen an die Hand gegeben.

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Biopsychologische Faktoren des Hyperkinetischen Syndroms: Eine multimodale Theorie und Forschungsstrategie

Textual content sollte noch gek}rzt werden: Das Hyperkinetische Syndrom (bzw. die Aufmerksamkeits- und Hyperaktivit{tsst|rung i. S. des Diagnostischen Manuals DSM-III-R) wird zu den besonders schwerwiegenden und verbreiteten Verhaltensst|rungen im Kindesalter gez{hlt. Die psychologie im deutschen Sprachraum hat sich dieser Herausforderung bis heute nicht mit dem notwendigen Nachdruck gestellt.

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Das Vorliegen einer arztlichen Einschaltung nichtarztlicher Hilfspersonen kann deshalb nur dann angenommen werden, wenn die Hilfsperson in einem mehr oder weniger stark ausgepragten Abhangigkeits- verhaltnis zum Arzt steht, in dem Sinne, daB der Arzt konkret und gezielt EinfluB auf nichtarztliche Hilfsperson Weisungsrechte gegenUber die Leistungserbringung durch die nehmen dieser konnen Person muB, ihm also zustehen. Die erbrachte Leistung muB sich bei einer Gesamtbetrachtung immer noch als Leistung des Arztes darstellen, selbst muB der Leistung das Geprage geben, er d.

Vielmehr ist die Einschaltung von Nichtarzten und anderen nichtarztlichen Hilfspersonen moglich und sogar wUnschenswert, vor allem, wenn dadurch der Behandlungsablauf positiv beeinfluBt und verkurzt werden kann. Bei einem Zusammenwirken im Sinne eigenverantwortlicher Tatigkeit zwischen Arzt und Nichtarzt muB jedoch in jedem FaIle eine klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche moglich sein und eine enge Kooperation zwischen beiden Leistungspersonen erfolgen. Aus den Kammergesetzen der jeweiligen Bundeslander und den darauf beruhenden verbindlichen landesrechtlichen arztlichen Berufsordnungen lassen sich keine weiteren Anhaltspunkte zum Grundsatz der personlichen arztlichen Leistungspflicht finden (vgl.

Die leistungsbezogene Abgrenzung verdeutlicht auBerdem, daB im Krankenhausbereich fur die Zurechenbarkeit von Leistungen, die dem liquidationsberechtigten Krankenhausarzt gebUhrenrechtlich als eigene Leistungen zugeordnet werden kennen, Grenzen gesetzt sind. Leistungen, bei denen sich die Tatigkeit des Chefarztes auf die bloSe Anordnung der Leistungserbringung beschrankt, kennen dem Chefarzt nicht als privatliquidierbare Leistungen zugerechnet werden. Insbesondere bei Leistungen, die in organisatorisch eigenstandigen Einrichtungen des Krankenhauses oder von Angeherigen von Heilhilfsberufen erbracht werden, denen die selbstandige Erbringung solcher 44 Leistungen als berufstypische Aufgaben zugewiesen bedarf es einer Uber die Anordnung hinausgehenden des Chefarztes Davon kann an bei der in Leistungserbringung der Regel physikalisch-medizinischen nicht Leistungen sind, Mitwirkung im Einzelfall.

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